5.2 Patientenverfuegung - 5.3 Erbschaft und Testament

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37 5 5. Sonstige Beratung 5.2 Patientenverfügung In einer Patientenverfügung kann jeder Mensch seine Wünsche und Vorstellungen für den Fall formulieren, dass er seinen Willen als Patient nicht mehr selbst äußern kann. Während die/der Verfügende hinsichtlich des Inhaltes einer Patientenverfügung weitgehend frei ist, muss sich aus der Patientenverfügung zwingend ergeben, für welche Fälle die Unterlassung oder der Abbruch von Behandlungen, ärztlichen Eingriffen therapeutischer und diagnostischer Art sowie eine künstliche Ernährung gewünscht ist. Eine Patientenverfügung sollte in gesunden Tagen errichtet werden, um sich u. U. gegen eine nicht gewünschte Lebens- und Sterbeverlängerung am Lebensende zur Wehr zu setzen. Die Ablehnung oder der Abbruch einer Behandlung betrifft jedoch nicht die Leidens- und Notlinderung sowie die Sterbebegleitung durch den Arzt und das Pflegepersonal. ■■ Kontakt: Sozialdienst kath. Frauen Hochsauerland e.V. Kurze Staße 2, 59846 Sundern Meinolf Andree donnerstags von 14.00–16.00 Uhr Telefon: 0 29 33/90 93 25-50 E-Mail: btg.sundern@ skf-hochsauerland.de Stadt Sundern Telefon: 0 29 33/81-2 41 5.3 Erbschaft und Testament Wer stirbt, ohne eine Verfügung von Todes wegen zu hinterlassen, wird nach den bestehenden gesetzlichen Regelungen, d.h. der gesetzlichen Erbfolge beerbt. Die gesetzliche Erbfolge stellt aber nur ein juristisches Auffangnetz dar. Keineswegs ist das gesetzliche Erbrecht in der Lage, eine maßgeschneiderte, auf die Interessen der Erblasserin oder des Erblassers und der nahen Angehörigen in jedem Fall passende Regelung zu gewährleisten. Gleichwohl sterben nach wie vor ca. 70 % aller Deutschen, ohne eine Verfügung von Todes wegen zu hinterlassen. Die Folgen sind häufig unnötiger Streit in der Familie, kostspielige Erbauseinandersetzungen, unnötige Erbschaftssteuern usw. Deshalb gilt es, die typische Testamentphobie zu überwinden. Im Prinzip kann eine Verfügung von Todes wegen auf zwei Arten errichtet werden: Zum einen durch eine handgeschriebene privatschriftliche Verfügung von Todes wegen oder durch ein von einem Notar entworfenes und beurkundetes Testament. Den meisten Mitbürgerinnen und Mitbürgern ist nicht bekannt, dass ein notariell beurkundetes Testament im Regelfall einen Erbschein ersetzt. Ein Erb- © Rainer Sturm / www.pixelio.de


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